Was trennt uns und was verbindet uns? Wie leben Menschen jeglicher Couleur mit den Schatten kultureller Unterdrückung oder politischer Dominanz? Der südafrikanische Fotograf Pieter Hugo, geboren 1976 in Johannesburg, geht diesen Fragen in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern nach.

Nach Einzelausstellungen im Fotomuseum Den Haag, dem Musée de l’Elysée Lausanne, dem Müpa Budapest und der Fondation Henri Cartier-Bresson Paris, zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg als erstes Museum in Deutschland einen umfassenden Überblick über Serien wie „Looking aside“, „Kin“, „The Hyena & Other Men“, „Permanent Error“, „There’s A Place in Hell For Me and My Friends“ oder „Nollywood“, durch die Pieter Hugo bekannt geworden ist, sowie über die jüngst entstandenen Projekte „1994“, „Rwanda 2004: Vestiges of a Genocide“ und „Californian Wildflowers“.

Pressestimmen

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Der Fotokünstler Pieter Hugo porträtiert Hyänenmänner in Nigeria, Kinder in Ruanda, aber auch schlafende Fluggäste über dem Atlantik. Das Kunstmuseum Wolfsburg bietet erstmals in Deutschland einen faszinierenden Einblick in das breit gefächerte Werk des Südafrikaners.

Christina Sticht, dpa, 16.02.2017

Obdachlose, Schrottsammler, Albinos: Scheinbar ungerührt schaut der Fotograf Pieter Hugo auf die Menschen am Rande der Gesellschaft. Die Porträtaufnahmen des Südafrikaners treffen den Betrachter wie ein Faustschlag – zurzeit im Kunstmuseum Wolfsburg. (…) Es hört sich vielleicht merkwürdig an, wenn man angesichts von Fotografien, die aus einem unverwechselbaren Kontext stammen und unter der Bürde kolonialer Geschichte geradezu bersten, von „Zeitlosigkeit" spricht. Aber das ist tatsächlich die Sensation, mit der diese Bilder eines weißen, südafrikanischen Fotografen aufwarten: Da geht jemand mit Geschichte um, indem er ihr den Rücken zudreht und den Menschen nur – in die Augen schaut.

Rudolf Schmitz, DLR, 19.02.2017

(Pieter Hugo) zeigt solche Figuren statt in düster-naturalistischen Sittengemälden auch in Glücksmomenten – etwa jenem Augenblick, in dem eine Obdachlose mit gespitzten Lippen einem Vogel entgegenzuzwitschern scheint. Zu erleben ist jetzt in Wolfsburg also fotografisches Erzählen, Essayismus und Lyrik zugleich. Und in Fotos wie diesem alles zusammen.

Daniel Alexander Schacht, Hannoversche Allgemeine Zeitung, 22.02.2017

Seine Bilder gehen unter die Haut: Der südafrikanische Fotograf Pieter Hugo zeigt in seinen Porträts, Stillleben und Landschaftsbildern Dinge, die nicht unbedingt schön sind. Und er legt den Finger in Wunden.

Sylvia Telge, Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 20.02.2017

Bilder von den Grenzen des Daseins: Pieter Hugos fordernde Fotos werden im Kunstmuseum Wolfsburg gezeigt. Immer geht es um Menschen und um Schicksale. Man sollte sich Zeit nehmen für den Besuch. Und für danach: Denn diese starken Eindrücke muss man erst mal verdauen.

Eva Hieber, Wolfsburger Nachrichten , 17.02.2017

Informationen

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Aufgewachsen im postkolonialen Südafrika, wo er 1994 das offizielle Ende der Apartheid erlebte, hat Hugo ein feines Gespür für soziale Dissonanzen. Sensibel bewegt er sich mit seiner Kamera durch alle sozialen Schichten, nicht nur in seiner Heimat, sondern auch in Ländern wie Ruanda, Nigeria, Ghana oder China. Wie gehen Menschen jeden Alters und verschiedenster Herkunft mit ihrem historischen Gepäck und ihren Lebensum­ständen um? In seinen Fotografien erfasst Pieter Hugo die sichtbaren und unsichtbaren Spuren und Narben gelebter Biografien und erlebter Landesgeschichte. Sein besonderes Interesse gilt dabei den Subkulturen einer Gesellschaft, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Obdachlose, Albinos, Aidskranke, Män­ner, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen, Menschen, die in endzeitlichen Szenarien Elektroschrott sam­meln, oder Nollywood-Schauspieler in Kostüm und Pose finden sich in seinen Bildern genauso wie Familie und Freunde.

Seine Fotografien sind hierarchielos, zollen jedem den gleichen Respekt. Mehr Künstler als Anthropologe oder Dokumentarist, verfügt Hugo über eine prägnante Bildsprache, mit der er einerseits betont neutral und anderer­seits empathisch den „Augenblick des Zulassens freiwilliger Verletzlichkeit“ (Pieter Hugo) einfängt und so Porträts von eindringlicher Direktheit und Lebensnähe schafft. Nicht selten steht diese Menschlichkeit im Kontrast zur Härte der sozialen Realität, die die Menschen umgibt. Ganz in diesem Sinne wirken Pieter Hugos Stillleben und Landschaftsaufnahmen bisweilen wie gesellschaftliche Kommentare oder Metaphern und vervollständi­gen seine soziokulturellen Gesellschaftsporträts.

Ausstellungskatalog
Pieter Hugo. Between the Devil and the deep blue Sea

Ralf Beil, Uta Ruhkamp (Hg.)
Mit einem Vorwort von Ralf Beil, einem Essay von Uta Ruhkamp sowie eigens erstellten Texten des Künstlers zu allen Fotoserien bis dato, deutsche und englische Ausgabe, 304 Seiten mit 242 Abbildungen, Klappenbroschur, 25 x 30,5 cm, Gestaltung Bureau Mario Lombardo, Prestel Verlag, Verlagsausgabe 49,95 €, im Museumsshop 32 €.

Termine

Termine
Sonntag

26.02.17

12:00
Sonntag | 26.02.17 | 12:00 Öffentliche Führungen

Öffentliche Führung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Für öffentliche Führungen wird eine Gebühr von EUR 3,- zzgl. Eintritt erhoben.

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Sonntag

26.02.17

15:00
Sonntag | 26.02.17 | 15:00 Öffentliche Führungen

Öffentliche Führung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Für öffentliche Führungen wird eine Gebühr von EUR 3,- zzgl. Eintritt erhoben.

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Sonntag

26.02.17

15:00 — 16:00
Sonntag | 26.02.17 | 15:00 — 16:00 Öffentliche Führungen

Öffentliche Führung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Für öffentliche Führungen wird eine Gebühr von EUR 3,- zzgl. Eintritt erhoben.

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Donnerstag

02.03.17

18:30
Donnerstag | 02.03.17 | 18:30 Special

Kuratorenführung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

mit Dr. Uta Ruhkamp
3 € zzgl. Eintritt

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Freitag

03.03.17

18:30
Freitag | 03.03.17 | 18:30 Eat & Art

Eat & Art „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Führung mit anschließendem 3-Gänge-Menü im Restaurant Awilon für 38 € pro Person inkl.  einstündiger Führung, Eintritt und Essen.

Menü

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Samstag

04.03.17

12:00
Samstag | 04.03.17 | 12:00 Öffentliche Führungen

Öffentliche Führung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Für öffentliche Führungen wird eine Gebühr von EUR 3,- zzgl. Eintritt erhoben.

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Samstag

04.03.17

18:30
Samstag | 04.03.17 | 18:30 Eat & Art

Eat & Art „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Führung mit anschließendem 3-Gänge-Menü im Restaurant Awilon für 38 € pro Person inkl.  einstündiger Führung, Eintritt und Essen.

Menü

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Sonntag

05.03.17

15:00 — 16:00
Sonntag | 05.03.17 | 15:00 — 16:00 Öffentliche Führungen

Öffentliche Führung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Für öffentliche Führungen wird eine Gebühr von EUR 3,- zzgl. Eintritt erhoben.

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Sonntag

05.03.17

12:00
Sonntag | 05.03.17 | 12:00 Öffentliche Führungen

Öffentliche Führung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Für öffentliche Führungen wird eine Gebühr von EUR 3,- zzgl. Eintritt erhoben.

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Sonntag

05.03.17

15:00
Sonntag | 05.03.17 | 15:00 Öffentliche Führungen

Öffentliche Führung „Pieter Hugo"

Führung
Jugendliche & Erwachsene

Für öffentliche Führungen wird eine Gebühr von EUR 3,- zzgl. Eintritt erhoben.

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Fotos

Fotos

Pieter Hugo. Between the Devil and the deep blue Sea

WOLFSBURG PRESS 0001

WITH MY SON, JAKOB HUGO, NATURES VALLEY, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2014 c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WITH MY SON, JAKOB HUGO, NATURES VALLEY, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2014 c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0002

GREEN POINT COMMON, CAPE TOWN, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

GREEN POINT COMMON, CAPE TOWN, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0003

THOBA CALVIN AND TSHEPO CAMERON SITHOLE-MODISANE, PRETORIA, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

THOBA CALVIN AND TSHEPO CAMERON SITHOLE-MODISANE, PRETORIA, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0004

ABDULLAHI MOHAMMED WITH MAINASARA, LAGOS, NIGERIA, AUS DER SERIE „THE HYENA & OTHER MEN”, 2005-2007, 2007, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

ABDULLAHI MOHAMMED WITH MAINASARA, LAGOS, NIGERIA, AUS DER SERIE „THE HYENA & OTHER MEN”, 2005-2007, 2007, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0005

EMEKA, MOTORCYCLIST AND ABDULLAHI AHMADU, ASABA, NIGERIA, AUS DER SERIE „THE HYENA & OTHER MEN”, 2005-2007, 2007, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

EMEKA, MOTORCYCLIST AND ABDULLAHI AHMADU, ASABA, NIGERIA, AUS DER SERIE „THE HYENA & OTHER MEN”, 2005-2007, 2007, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0006

THE HONOURABLE JUSTICE MOATLHODI MARUMO, AUS DER SERIE „JUDGES OF BOTSWANA”, 2005, lambda print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

THE HONOURABLE JUSTICE MOATLHODI MARUMO, AUS DER SERIE „JUDGES OF BOTSWANA”, 2005, lambda print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

Annebelle Schreuders

ANNEBELLE SCHREUDERS (1), AUS DER SERIE „THERE'S A PLACE IN HELL FOR ME AND MY FRIENDS”, 2011-2012, 2012, platinum print, arches platine paper

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

ANNEBELLE SCHREUDERS (1), AUS DER SERIE „THERE'S A PLACE IN HELL FOR ME AND MY FRIENDS”, 2011-2012, 2012, platinum print, arches platine paper

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

Ashleigh McLean

ASHLEIGH MCLEAN, AUS DER SERIE „THERE'S A PLACE IN HELL FOR ME AND MY FRIENDS”, 2011-2012, 2011, platinum print, arches platine paper

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

ASHLEIGH MCLEAN, AUS DER SERIE „THERE'S A PLACE IN HELL FOR ME AND MY FRIENDS”, 2011-2012, 2011, platinum print, arches platine paper

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0010

OBECHUKWU NWOYE, ENUGU, NIGERIA, AUS DER SERIE „NOLLYWOOD”, 2008-2009, 2008, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

OBECHUKWU NWOYE, ENUGU, NIGERIA, AUS DER SERIE „NOLLYWOOD”, 2008-2009, 2008, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0018

PORTRAIT #1, RWANDA, AUS DER SERIE „1994”, 2014-2016, 2014, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

PORTRAIT #1, RWANDA, AUS DER SERIE „1994”, 2014-2016, 2014, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0019

GUO FAMILY, BEIJING, AUS DER SERIE „FLAT NOODLE SOUP TALK”, 2015- 2016, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

GUO FAMILY, BEIJING, AUS DER SERIE „FLAT NOODLE SOUP TALK”, 2015- 2016, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0013

DEERSAN, BEIJING, AUS DER SERIE „FLAT NOODLE SOUP TALK”, 2015- 2016, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

DEERSAN, BEIJING, AUS DER SERIE „FLAT NOODLE SOUP TALK”, 2015- 2016, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0020

INSIDE ARCADIA PLACE OLD-AGE HOME, OBSERVATORY, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

INSIDE ARCADIA PLACE OLD-AGE HOME, OBSERVATORY, AUS DER SERIE „KIN”, 2006-2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

WOLFSBURG PRESS 0021

IN SIPHO NTSIBANDE’S HOME, SOWETO, AUS DER SERIE „KIN”, 2006- 2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne

IN SIPHO NTSIBANDE’S HOME, SOWETO, AUS DER SERIE „KIN”, 2006- 2013, 2013, c-print

© Pieter Hugo, Priska Pasquer, Cologne


Eröffnung „Pieter Hugo. Between the Devil and the deep blue Sea”

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© Kunstmuseum Wolfsburg
Foto: Marek Kruszewski

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