Der Ausgangspunkt für Ackermanns künstlerische Aktivitäten sind Zeichnungen, die er auf seinen Reisen in Asien oder Südamerika anfertigt. Diese Zeichnungen nennt er ‚Mental Maps‘, sie symbolisieren Orientierung in fremder, bisweilen ‚exotischer‘ Topografie oder urbanen Strukturen. Der in Berlin und Karlsruhe lebende Franz Ackermann (geb. 1963) hat seit Anfang der 90er-Jahre dieses vielschichtige Werk entwickelt, das die individuelle Erfahrung des Reisens ebenso thematisiert wie Globalisierung, Mobilität und Tourismus.

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Gerne wird in den Medien das Szenario einer Welt entworfen, in der nicht nur die Informations-, Finanz- und Warenströme zwischen den urbanen Megazentren frei fließen, sondern auch die Menschen schnell und flexibel pendeln. Ein Wochenende in New York oder eine „Nacht in den Tropen“ (so der Titel einer Ausstellung Ackermanns in Basel und Nürnberg) – der schnelle Transfer an entlegene Orte der Sehnsucht ist jederzeit möglich, doch zugleich ist die vom Reisenden als authentisch erlebte Aneignung des fremden Terrains heute immer schon vorgeprägt durch die medial vermittelten Bilder und Klischees der Tourismusindustrie.

Katalog
Franz Ackermann. Naherholungsgebiet
Texte von Michael Glasmeier und Carmela Thiele. Mit einem Gespräch zwischen Franz Ackermann und Annelie Lütgens.
21,5 x 28 cm, 72 S., 8 s/w und 40 farbige Abb. und ein farbiges A1 Poster
Kerber Verlag, Bielefeld 2003
Museumsausgabe: ISBN 3-936646-14-7