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Mund, Lippen, Zunge und Zähne – Sprache, Schmerz und Schrei – Essen, Schlingen, Speien und Spucken – Lust und Leidenschaft, die Mundhöhle ist im wahrsten Sinne des Wortes eine äußerst reizvolle Körperzone. Doch nicht nur die sinnlichen Erfahrungswerte und die Fähigkeit des Mundwerks zur Ton- und Spracherzeugung begründen ihren Reiz, sondern auch die Ästhetik dieses intimen Raumes. So haben sich zwar von jeher Wissenschaft und Medizin an der Erkundung der Mundhöhle abgearbeitet, aber gleiches gilt für die Kunst- und Kulturgeschichte – von der Antike bis zur Gegenwart.

Diesen breit gefächerten motivgeschichtlichen Pfad verfolgt das Kunstmuseum Wolfsburg im Herbst 2020 erstmals in Deutschland in einer umfassenden Ausstellung rund um den Mund.
In aller Munde umfasst sowohl Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie, Zeichnung, Grafik und Videokunst als auch einzelne Exponate aus ethnologischen und naturwissen­schaft­lichen Sammlungen, Film und Werbung, Musik und Literatur.

Die Ausstellung wird von einem umfassenden, reich bebilderten Katalog begleitet, der inhaltliche Vertiefungsebenen anbietet. Mit Essays und collagierten Bildstrecken von u.a. Andreas Beitin, Hartmut Böhme, Uta Ruhkamp und Beate Slominksi.

In aller Munde entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Böhme und der Zahnärztin Beate Slominski.

Kuratorin: Uta Ruhkamp

Bildunterschrift: Mithu Sen, Phantom Pain 2, 2018, Kunstmuseum Wolfsburg, Courtesy of the artist, Foto: Marek Kruszewski