Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt gemeinsam mit dem „Museum für Werte“ eine Ausstellung im Studio des Kunstmuseums. Vorgestellt werden Ihre Geschichten und Objekte zu den Werten Respekt, Freundschaft,Toleranz und Freiheit. Ausgehend von Ihren Erfahrungen möchten wir einen Raum schaffen, in dem die Besucher*innen über Werte individuell und auch miteinander nachdenken und reflektieren können.

Pressestimmen

Pressestimmen
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Und so erzählen viele der Ausstellungsstücke von Schicksalen, von Einschnitten in die Lebensgeschichte, von Wendepunkten. (…) Und tatsächlich berühren die Schilderungen der Leihgeber, sind witzig, verstörend oder traurig, regen aber immer an, sich mit den eigenen Vorstellungen über die ausgestellten Werte und darüber hinaus zu beschäftigen. Es ist also nicht nur eine Schau in das Leben und die Vorstellungen der anderen, sondern immer auch ein Blick in die eigene Seele.

Eva Hieber, Wolfsburger Nachrichten, 18.10.2018

Hinter alle den 60 Objekten der Ausstellung steht eine Geschichte. Die Initiatoren vom „Museum für Werte“ trafen mit der Schau einen Nerv der Zeit – und großes Besucherinteresse.

Sylvia Telge, Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 20.10.2018

Informationen

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Werte gemeinsam erleben!

Das Projekt
Was bedeuten Respekt, Freundschaft, Toleranz und Freiheit für Sie?

Was haben ein Holzpferdchen mit Respekt, zwei schrumpelige Kaffeebohnen mit Freundschaft, ein Rollstuhl mit Freiheit und ein Reclam-Heft mit Toleranz zu tun? Die partizipative Ausstellung „Museum für Werte“ (19.10. – 9.12.2018) präsentiert Objekte und Geschichten zu den vier Werten Respekt, Freundschaft, Toleranz und Freiheit. Über 80 Bürger*innen folgten einem Aufruf des Kunstmuseums Wolfsburg und sandten sehr persönliche, berührende, überraschende und auch verstörende Geschichten zu den vier Werten ein.

Es erstaunt weniger, dass ein Heißluftballon mit Freiheit zu tun hat, als die Geschichte der Ballonfahrerin selbst, die auch von weiblicher Emanzipation in einer von Männern dominierten Szene erzählt. Berührend ist die Geschichte hinter einer Aquarellserie, mit der der Tod eines Kindes sichtbar wird und den Eltern als Gesprächsauslöser hilft, das schwere Trauma zu bewältigen. Und zwei Kaffeebecher mit Helene Fischer- bzw. Guns N‘ Roses-Motiv zeugen weniger vom unterschiedlichen Musikgeschmack eines Paares, als von Respekt und Toleranz füreinander. Politische Aktualität wiederum haben mehrere Geschichten über Begegnungen mit Geflüchteten, die von der Erfahrung des Andersseins bis hin zur Entdeckung von Gemeinsamkeiten Lernprozesse dokumentieren, die die essentielle Bedeutung von Werten und auch deren Wandel in unserer Gesellschaft aufzeigen. 

Worum es geht
Obwohl immer wieder von Werten oder auch vom Werteverlust die Rede ist, findet eine Diskussion um Werte und deren Bedeutung in unserer Gesellschaft kaum statt. In der Politik und den Medien werden sie inflationär verwendet. Dabei sind Werte essentiell für unsere Gesellschaft und das einzelne Individuum. Sie dienen als Orientierungspunkte im Leben der Menschen und befinden sich ständig im Wandel.

Doch wie entstehen Werte? Wie kann man sie erleben? Und wo werden Werte diskutiert? Das „Museum für Werte“ wurde gegründet, um ein Forum zur Bewusstmachung und Diskussion von Werten zu schaffen.

Drucken Sie sich hier unseren Flyer aus.

Erfahren Sie hier mehr über das Museum für Werte.

Fotos

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Geschichte der Woche aus dem Museum für Werte

181005 KMW 0173 Bearbeitet

Das Namensbändchen meines Babys - „Oft höre ich in letzter Zeit: ,Geburtsstation wird wegen Mangel an Hebammen geschlossen‘ – ,Selbstständige Hebammen geben wegen extrem hoher eigener Versicherungsbeiträge auf‘ usw. Die intimsten Momente als Frau waren für mich die Geburten meiner Kinder. Bei meinem zweiten Kind wurde ich von einer damals sehr jungen Hebamme begleitet, einer Frau, wie man sie sich nur wünschen kann. Sie gab mir Sicherheit, machte mir immer wieder Mut und war unermüdlich für mic

Foto: Marek Kruszewski

Das Namensbändchen meines Babys - „Oft höre ich in letzter Zeit: ,Geburtsstation wird wegen Mangel an Hebammen geschlossen‘ – ,Selbstständige Hebammen geben wegen extrem hoher eigener Versicherungsbeiträge auf‘ usw. Die intimsten Momente als Frau waren für mich die Geburten meiner Kinder. Bei meinem zweiten Kind wurde ich von einer damals sehr jungen Hebamme begleitet, einer Frau, wie man sie sich nur wünschen kann. Sie gab mir Sicherheit, machte mir immer wieder Mut und war unermüdlich für mic

Foto: Marek Kruszewski


Geschichte der Woche aus dem Museum für Werte

181005 KMW 0184

„Meine Lebensgefährtin und ich haben leider einen extrem unterschiedlichen Musikgeschmack: Handgemachter Gitarren-Rock vs. Schlager. Nicht grinsen, ist wirklich so! Jeder Versuch, den jeweils anderen zu bekehren, ist fehlgeschlagen. Seitdem leben wir praktisch täglich Respekt und Toleranz und haben das anfängliche Abwerten des anderen eingestellt. Wir haben gelernt, den tief verinnerlichten Musikgeschmack des Gegenübers zu akzeptieren.“ A.B.

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg

„Meine Lebensgefährtin und ich haben leider einen extrem unterschiedlichen Musikgeschmack: Handgemachter Gitarren-Rock vs. Schlager. Nicht grinsen, ist wirklich so! Jeder Versuch, den jeweils anderen zu bekehren, ist fehlgeschlagen. Seitdem leben wir praktisch täglich Respekt und Toleranz und haben das anfängliche Abwerten des anderen eingestellt. Wir haben gelernt, den tief verinnerlichten Musikgeschmack des Gegenübers zu akzeptieren.“ A.B.

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg


Geschichte der Woche aus dem Museum für Werte

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„Meine Großeltern haben die Kamera immer mit in den Urlaub genommen, z. B. in die Schweiz. Auf dem Berg haben sie die Weite des Landes fotografiert oder am Strand das Meer. Die Freiheit, die meine Großeltern genossen haben, überall hin reisen zu dürfen, haben sie mit der Kamera festgehalten. Die Kamera ist schon sehr alt. Mein Opa hat sie mir geschenkt, darum gehe ich mit ihr sehr vorsichtig um. Aus Respekt zu meinen Großeltern.“ F. P., Schüler, 6 Jahrgang

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg

„Meine Großeltern haben die Kamera immer mit in den Urlaub genommen, z. B. in die Schweiz. Auf dem Berg haben sie die Weite des Landes fotografiert oder am Strand das Meer. Die Freiheit, die meine Großeltern genossen haben, überall hin reisen zu dürfen, haben sie mit der Kamera festgehalten. Die Kamera ist schon sehr alt. Mein Opa hat sie mir geschenkt, darum gehe ich mit ihr sehr vorsichtig um. Aus Respekt zu meinen Großeltern.“ F. P., Schüler, 6 Jahrgang

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg


Geschichte der Woche aus dem Museum für Werte

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Das Abzeichen

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg

Das Abzeichen

Foto: Kunstmuseum Wolfsburg


Museum für Werte - Eröffnung am 18.10.18