Mario Merz

Igloo Fibonacci (Fibonacci Unit)

1970
Merz IglooFibonacci01 B1920pix 72dpi

© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

© VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Messingrohre, Stahlscharniere, 8 Marmorplatten, darauf Klebebänder mit weißen Zahlen
180 x Ø 260 cm
Inv. 1997/02

Kurzbeschreibung

Zwei Jahre nach Objet cache-toi konstruierte Mario Merz den Igloo Fibonacci (auch als Fibonacci Unit bezeichnet) – benannt nach dem italienischen Mathematiker Leonardo Fibonacci (geb. um 1180, gest. nach 1240). Fibonacci, eigentlich Leonardo da Pisa bzw. Leonardo Pisano, verfasste, nachdem er auf seinen Reisen nach Nordafrika und Syrien die indische und arabische Rechenmethode kennenlernte, 1202 das „Liber Abaci“, die erste systematische Einführung in das indisch-arabische Zahlensystem. Dort findet sich auch „Das Problem der Kaninchen“ als Bericht über eine Versuchsreihe formuliert. In diesem veranschaulicht Fibonacci die Gesetzmäßigkeit natürlichen Wachstums einer Zahlenreihe am Beispiel des Wachstums einer Kaninchenpopulation.[1]


[1] Vgl. die deutsche Übersetzung dieses Textes in: Kunstmuseum Wolfsburg Gesammelte Werke I. Zeitgenössische Kunst seit 1968, Ausst.-Kat. Kunstmuseum Wolfsburg, Ostfildern 1999, S. 300.

Ausführliche Beschreibung