Nam June Paik

Andy Warhol Robot

1994
PAIK AWRobot B1920pix 72dpi

© Estate Nam June Paik
Foto: Helge Mundt

© Estate Nam June Paik
Foto: Helge Mundt

9 Farbmonitore (4 x 5", 1 x 8", 1 x 9", 3 x 13"), 9 alte Fernsehergehäuse, 1 Original Andy Warhol Brillo Box, in Plexi-Gehäuse, 7 Dosen Campell's Tomato Soup, 5 8mm Filmkameras, 10 Polaroidkameras, Teile eines 35mm Filmprojektors, 35mm Film, Lampenhalter, 2 Rollgestelle, 2 Bildplattenspieler, 34 Video-Clips auf 2 Bildplatten, aufgeklebte Seiten aus dem Ausstellungskatalog Stockholm
300 x 287 x 76 cm
Inv. 1995/05
Schenkung Freundeskreis des Kunstmuseum Wolfsburg e.V.

Kurzbeschreibung

Die Montage (elektro)technischer Bauteile zu roboterhaften Gebilden realisierte Nam June Paik bereits 1963/64 mit dem K 456, den er zusammen mit dem japanischen Elektroingenieur Shuya Abe konstruierte. Dieser Roboter ließ sich per Fernsteuerung in einzelnen Bewegungen lenken, konnte Reden von J. F. Kennedy, Winston Churchill und Adolf Hitler wiedergeben und wurde 1982 Mittelpunkt eines Happenings in New York, bei dem er vor dem Whitney Museum mit einem Taxi zusammenstieß. Paik betitelte diese Begebenheit als „Der erste Unfall des 21. Jahrhunderts“. Dem K 456 folgten drei „Familien“ von Robotern, alles statische Arbeiten, bei denen sich Bewegung auf die Bilder der eingebauten Monitore konzentriert.

Die erste Gruppe begann Paik 1984 mit der Family of Robot, quasi der eigenen Familie des K 456. Es folgte die Family of Artists, Künstler, die er sehr schätzte bzw. mit denen er zusammenarbeitete (Joseph Beuys, Allen Ginsberg, Merce Cunningham, Andy Warhol), sowie Schriftsteller (Marshall McLuhan u. a.) und Philosophen (Søren Kierkegaard). Eine dritte Gruppe bilden Wissenschaftler und Techniker (Albert Einstein, Gebrüder Wright, Thomas Edison, Michael Faraday u. a.).

Ausführliche Beschreibung

Weitere Ansichten

PAIK AWRobot 2014 Spuren B1920pix 72dpi

Ausstellung "Spuren der Moderne", Kunstmuseum Wolfsburg 2014

© Estate Nam June Paik
Foto: Helge Mundt

Ausstellung "Spuren der Moderne", Kunstmuseum Wolfsburg 2014

© Estate Nam June Paik
Foto: Helge Mundt