Nam June Paik

Egg Grows No. 4

1984
PAIK EggGrows B1920pix 72dpi2

© Estate Nam June Paik
Foto: Helge Mundt

© Estate Nam June Paik
Foto: Helge Mundt

Hühnerei, schwarzer Samt, Kamera, 8 Monitore (5", 8", 13", 18", 27", 3 x 19"), Spot, Sockel, 2 Hologramme
Gesamtmaß 280 x 700 x 120 cm
Inv. 1995/15

Kurzbeschreibung

Egg Grows No. 4 ist Bestandteil einer fünfteiligen Serie von Closed-Circuit-Installationen, mit denen Nam June Paik 1984-1989 das Prinzip des Wachstums thematisiert hat.

1963 stellte Paik erstmals von ihm veränderte Fernsehgeräte aus.[1] Das laufende Programm wurde damals durch technische Eingriffe zu abstrakten Bildern transformiert. Paik, der zunächst als Komponist arbeitete, konzentrierte sich zunehmend auf den visuellen Bereich, insbesondere den experimentellen Umgang mit Fernsehen und Video, der sehr stark durch philosophisches Gedankengut geprägt war. Über John Cage, den er 1958 kennenlernte, machte sich Paik mit dem Zen-Buddhismus vertraut. Auf diese Auseinandersetzungen gehen vor allem seine als Closed-Circuit-Installationen bezeichneten Arbeiten zurück, denen ein geschlossener Regelkreis zugrunde liegt: Eine Person oder ein Gegenstand wird von einer Videokamera erfasst, wobei das eingefangene Bild (zeitlich minimal verzögert) auf einem oder mehreren Monitoren betrachtet werden kann.


[1] Galerie Parnaß, Wuppertal, März 1963.

Ausführliche Beschreibung